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Esst mehr
Pferdefleisch!
Wir sind ja grundsätzlich dagegen, daß
man jemanden zu etwas zwingt. Warum auch? Überzeugen ist
besser. Es gibt natürlich den Selbstzwang, man kann es auch
Selbstdisziplin nennen. Daß es davon heute zu wenig gibt wurde
hier schon oft beklagt. Aber zurück zum Zwang von außen. Der kam
bisher ganz überwiegend immer vom Staat. Entweder hat er
Menschen ins Militär gepresst. Oder, und da sind wir wieder beim
zwangsweisen Pressen, er presst uns Steuern ab. Er zwingt uns
Hunderttausende von Regeln auf, die meisten von denen will keiner.
An der Ampel bei Rot halten würde man auch freiwillig. Die, die das
nicht tun, also Ampelsurfer, sind auch mit staatlichem Zwang nicht
davon abzuhalten.
Früher, als ich noch jung war, (so hieß mal ein Sketch in der
„lustigen Wochenschau“), nein, früher als die Politiker noch echte
Aufgaben hatten, da war das von ihnen initiierte und in
staatlichen Zwang Umgesetzte, noch einigermassen nachvollziehbar.
Dem Militär konnte man sich durch Flucht entziehen. Aber das
waren existenzielle, ins Leben eingreifende Zwänge. Sie waren
furchtbar, ganz schrecklich. Aber sie hatten etwas fundamentales.
Vaterlandsverteidigung zum Beispiel.
Heute kümmern sich Politiker, natürlich zu unserem Wohl, obwohl wir
sie nicht darum gebeten und dafür auch nicht gewählt haben,
um jeden Scheiß. Es ist nicht mehr nur fundamental, das ist schon
schlimm genug, es geht bis in unser Schlafzimmer,
in unsere Küche, in unsere Freizeitgestaltung. Es ist, kultiviert
ausgedrückt, ZUM KOTZEN.
Ja, ich bin vehementer Rauchgegner. Aber jetzt, wo der Staat,
ja sogar die Nachfolgeorganisation der SU auf westlichem Grund, die
EU, ihren Rüssel überall reinsteckt, fange ich an Raucher zu
verteidigen. Sollen sie sich doch umbringen, wen geht da was an?
Nicht mal das Recht auf Selbstmord, quatsch, Freitod wird einem
zugestanden. Denn der Verzicht auf den Glimmstängel sollte freiwillig
sein, der auf den Freitod ja auch. Ist er es nicht ist es der
freiwillige Akt der Wahl?

Alkopops haben die Bonzen teuer gemacht, einfach mal so, ein
Eingriff in meine Trink-meinswegen Saufgewohnheiten. Eine Sauerei.
Jetzt mixe ich selber.
Aber es ist nicht mehr allein der Staat der einem zwangsweise
dazwischen pfuscht. Das habe ich in 57 Jahren mühsam zu ertragen
gelernt, und ich habe gelernt wie man staatlichen Zwang unterläuft,
umgeht, guerillagleich aushebelt. Oft gelingt es ja. Heute sind es
außerdem selbst ernannte Moral- Ethik- und Tugendwächter.
PETA, zum Beispiel, wo mir schon beim Anblick der vertrockneten
Gründerin Neukirk ganz übel wird und ich sie am liebsten,
natürlich zwangsweise, in einen Legehennenbatterie sperren
würde. Oder diese ganzen Veganer, Feldbefreier, Gen-Gegner,
Robbenschützer, Saatgutzertrampler. Ich empfinde sie als
persönliche Feinde.
Sollen sie doch auf ihre Tomaten pinkeln, damit sie natürlich
aufwachsen. Ich möchte aber meine Gentomaten. Würde ich mich bei
den Pinklern je einmischen? Aber sie mischen sich, klemmen sich
hinter irgendwelche schwachbrüstigen Abgeordneten, Gutmenschen
und Zwangsumsetzer. Damit die Gesetze erlassen um mir die
Gentomate oder den Alkopop zu verbieten.
Die sollen doch endlich mal die Luft anhalten diese Unruhestifter. In
Kanada haben sie die
Fischer
um ihre Existenz gebracht.
Lobster
(Hummer) soll man nicht mehr essen dürfen, Robben dürfen jetzt so viel
ins Wasser scheißen, das die Fischbestände verwurmt sind. Die
Hühner sollen heute ein Apartment mit Fernseher haben, weil die
Legebatterien an Berlin-Marzahn oder die Pariser Vororte
erinnern (könnten). Diese Typen bringen jahrhundertelang gepflegte
Traditionen in Verruf, Fischer und Bauern in der 5. Generation um ihre
Existenz. Weltweit. Pelze soll man nicht mehr tragen, ich warte
auf das EU-weite Verbot. Dann gibt's noch die Anhänger
der friedliebenden Religion. Die wollen mir die
Bratwürste
vermiesen. Wenn's man dabei bliebe...
Es ist doch einfach: 10 Spinner finden sich zusammen. Sie
suchen sich ein Thema das sie „bewegt“, damit bewegen sie noch
andere. Die treten bei, es wird eine NGO gegründet. Ein junger
Anwalt macht den Papierkram, macht die Sache zu seiner, und kann
richtig Kohle machen. Nun bekommt die NGO wegen des hehren Zweckes
alsbald Steuermittel. Jetzt finden sich noch einige
populistische Politikpfeifen die auf die Karre draufspringen weil
sich einige Wähler mehr versprechen. Und bums rollt die Kiste von
selbst, wie beim Seifenkistelrennen.
Und sie dürfen kein
Pferdefleisch mehr essen.

Das ist nämlich das Neueste. Ich erinnere mich, dass meine Mutter
drei-viermal Pferdefleisch gemacht hat. Nie hat sich einer
beschwert, die Schlächterei lag einige Straßen weg. Man hatte die
Möglichkeit so was zu kaufen, oder man ließ es. Jetzt
verhungern in Kentucky, meiner heimlichen Liebe, einige
zehntausend Pferde. Weil die „Tierschützer“ so lange „nationwide“
Rabatz gemacht haben, bis auch die, die das bisher aßen, ein
schlechtes Gewissen bekamen.
Meine Großeltern haben, das weiß ich aus den Aufzeichnungen, oft
und gern Pferdefleisch gegessen. Und meine Urgroßeltern erst
recht. Ich habe es bisher nicht gemacht, weil ich nicht daran
gedacht habe. Aber jetzt, jetzt werde
ich es tun.
Rettet die Pferde. Esst mehr
Pferdefleisch!
Kentucky Horse Park
http://www.kochen-mit-pferdefleisch.de/
Pferdefleisch
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Hobbykoch Pferdefleisch |
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