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 Mohammed Ratgeber Reihe
Die Kloran-Rolle Dr. Rüdiger von Bechelaren
Fatwa-Verlag ISBN 3937229766 broschiert, € 9.95
Aus dem Inhalt:
Dr. v. Bechelaren: Das Fehlurteil
Dr. Beineisen: Freislers Erben
H.-E. Rüpel: Psychogramm des Richters Carsten Krumm
Bettina Weinert: Drucktechniken auf Tissue
Ibn Ala Ben Nemsi: Der Prophet und sein Humor
Sayed Harasiri: Die Grenzen der Ausdrucksfreiheit
Dr. Rüdiger von Bechelaren, Oberstaatsanwalt am Bremer Landgericht A.D. nimmt ausführlich Stellung zu dem am 23. Februar 2006 ergangenen Urteil gegen Manfred von Howe. Das Urteil, im Volksmund Klorollen-Urteil genannt, wird in die Geschichte der deutschen Rechtsprechung eingehen als ein beschämendes Beispiel für den vorauseilenden
Gehorsam eines deutschen Gerichtes, des Amtsgericht Lüdinghausen, gegenüber einer ausländischen Macht, in diesem Fall des Iran.
Von Bechelaren untersucht wie weit die Scharia bereits Einfluss auf die die deutsche Rechtsprechung genommen hat, das deutsche Recht also sharifiziert wird. Er untersucht die alternativen Urteilsmöglichkeiten und macht den theoretischen Versuch eines Freispruchs.
Dr. Wolfgang Beineisen beschreibt auch für den Laien verständlich die Entwicklung der deutschen Justiz vom Volksgerichtshof unter Roland Freisler bis heute. Er interviewt jüngere Juristen deren Lehrer noch „neben“ Freisler wirkten. In einem besonderen Absatz versucht er eine Analyse des Treueverhältnisses deutscher Richter und
Staatsanwälte zu ihrem Arbeitgeber und der daraus resultierende Einfluss auf die Rechtsprechung.
Horst-Eberhard Rüpel, Psychoanalytiker mit Lehrstuhl an der Universität Hohenwart, Bayern, langjähriger Prozessbeobachter bei politischen Prozessen in der BRD versucht ein Psychogramm des urteilsfällenden Richters Carsten Krumm.
Bettina Weinert beschreibt anschaulich die Schwierigkeiten des Drucks auf Toilett-Tissue-Papier. Insbesondere arabische Schriftzeichen sind schwierig aufzubringen und es erfordert großes Fingerspitzengefühl hier zu befriedigenden Ergebnissen zu kommen.
Ibn Ala Ben Nemsi, Kunstdozent, leitet eine Meisterklasse für Kalligrafie an der Universität Kairo und setzt sich in seinem Essay ausführlich mit dem islamischen Kunstverständnis auseinander. Besonders berücksichtigt Ben Nemsi den aus dem Koran herauslesbaren Humor des Propheten und seine Umsetzung in Ausdrucksformen der „Temporary
Art“.
Sayed Harasiri ist leitender Botschaftssekretär und Stellvertreter des Botschafters an der Botschaft der islamischen Republik Berlin. Er begründet ausführlich die Gründe für die Einflussnahme seines Landes in die deutsche Rechtswirklichkeit und die Erwartung seiner Regierung an das Amtsgericht Lüdinghausen. Mit Faksimile der
diplomatischen Note des Iran.
Fazit: Dieses Buch ist ein Muss für jeden an der Einführung der Scharia in
Deutschland interessierten Leser.
weitere Ratgeber hier
weitere Links hier:
WDR, SPIEGEL,
Kölner Stadtanzeiger, ZDF,
Lizas Welt,
Fakten und Fiktionen Gudrun Eussner
Gegenstimme
Nachtrag:
Um Missverständnissen vorzubeugen.
Was für ein Mensch Manfred von Hove ist, ist mir völlig schnuppe. Inzwischen schreiben einige Medien, daß er vorbestraft war. Abgesehen davon, daß das an sich noch nichts ehrenrühriges ist, jedenfalls nicht dann, wenn für die entsprechende Tat durch Strafe gebüßt wurde, hat auch der
Verweis auf diese dunklen Punkte seines Lebens nichts mit der zur Diskussion stehenden Richterschelte zu tun. Auch ging es in meiner Kritik, und so wie ich auch andere Kritiken des Urteils verstanden habe, nicht um eine Solidarisierung mit der mehr- oder weniger geschmackvollen Aktion von Hove. Wobei generell zu klären wäre, ob die von Laien
veranstalteten Protestaktionen, die ihr persönliches Unbehagen, ihre Kritik an gesellschaftlichen Zuständen artikulieren, den Aufnahmekriterien einer Kunstakademie entsprechen müssen. Es sei denn man erwartet vom Bürger ein lediglich passives Akzeptieren aller gesellschaftlichen Veränderungen. Der Aufruf der Politiker mitzuwirken am
politischen Leben wäre dann das Lippenbekenntnis was wir in diesen Aufrufen schon immer vermutet haben.
Die Kritik setzt dort an wo der öffentliche Frieden, im gewünschten Sinne einer ausländischen Macht, vorbeugend gesichert werden soll. Richter haben ihre Urteile im Sinne des Strafrechtsparagrafen zu fällen und nicht um „deutliches Zeichen nach außen zu setzen“.
Update, 25. 02. 2006: Zu dem Interview mit Manfred van Hove auf Lizas Welt:
Wenn dieses Interview tatsächlich so gelaufen ist und nicht nachträglich von Lisa „korrigiert“ wurde, in dem Sinne das sprachliche Ungenauigkeiten ausgebügelt wurden, dann zeigt es einmal mehr, daß Manfred von Hove ein Mensch ist, der sich zu den aktuellen politischen
Problemen Gedanken gemacht hat. Von Laien veranstaltete Protestaktionen, die ihr persönliches Unbehagen, ihre Kritik an gesellschaftlichen Zuständen artikulieren, müssen nicht den Aufnahmekriterien einer Kunstakademie entsprechen. Es sei denn man erwartet vom Bürger ein lediglich passives Akzeptieren aller gesellschaftlichen Veränderungen.
Der Aufruf der Politiker, mitzuwirken am politischen Leben, wäre dann genau das Lippenbekenntnis welches wir in diesen Aufrufen schon immer vermutet haben.
Die ruhigen, souveränen und situationsanalytischen Formulierungen in den Antworten zeigen doch, daß Hove nicht ein durchgeknallter Frührentner ist, wie von vielen Mainstreammedien süffisant geschrieben wurde, sondern er zu Recht eine Gleichbehandlung des Umganges mit dem Christentum und dem Islam (heraus-) fordert. Nicht wenige
Wissenschaftler verweisen denn ja auch ausdrücklich darauf, daß es sich beim Islam um eine politische, in ihrem Absolutheitsanspruch faschistische, Ideologie handelt. Wäre der Islam die Religion die er vorgibt zu sein, hätte das Gericht allenfalls auf den Protest, in Form einer Anzeige, einer Religionsgemeinschaft und nicht auf die
Intervention einer fremden Macht reagieren müssen. Wenn man sich die Vita des Richters im Internet aufruft und seinen bisherigen Werdegang liest, scheint er offensichtlich überfordert gewesen zu sein. Unabhängig davon das ihm die Souveränität fehlte, einen entsprechenden Fachmann wie z.B. Hans-Peter Raddatz zu laden. Nach diesem Urteil steht
zu befürchten, daß in Deutschland erneut Urteile im politisch opportunen Sinne gesprochen werden und die kurze Phase der Unabhängigkeit und nichtpolitischer Prozesse der Vergangenheit zuzurechnen ist. |
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