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Rebellog ist heute 670 Tage Online
Was haben uns diese 670 Tage gebracht? Was haben wir in diesen Tagen erfahren, hat diese Zeit unser Leben reicher gemacht, ärmer,
abwechslungsreicher? Wissen wir mehr? Der letzte Tag des Jahres bietet sich an um eine Zwischenbilanz zu erstellen.
Zunächst Internetseiten gestalten kostet Zeit. In dem täglichen Zeitplan, mit seinen Verpflichtungen und Notwendigkeiten muss man ein Zeitfenster finden, in dem, ohne die Familie zu belasten, an der Webseite gewerkelt werden kann. Hat man der Seite einen Blog beigestellt, der vielleicht täglich ein- oder mehrmals geupdated werden soll, kann
das eine zeitintensive Sache werden. Nach meiner Erfahrung nimmt die Informationsbeschaffung die meiste Zeit in Anspruch. Natürlich will man auch in anderen Medien und auf anderen Blogs lesen und gelegentlich kommentieren. Das kann Spaß machen, aber es macht auch den eigenen Blog bekannter und rechtfertigt die Aufnahme in andere Blogrolls.
Insgesamt gilt es Balance zu halten zwischen der Zeit die man für seinen eigenen Blog, die Informationsbeschaffung und andere Blogs aufwendet.
Hatte man sich früher nur in Bücher versenkt, war also nur mit der Meinung eines Autors konfrontiert, hat sich das nun durch das Internet vervielfacht. Es gibt eine Meinungsvielfalt die gerade zu abenteuerlich ist. Auf den ersten Blick. Bei genauerem Hinsehen wird aber schnell klar das die meisten Meinungen großen Lagern zugeordnet werden
können. Hatte man früher im Bekannten- und Freundeskreis nur einige wenige Gesprächspartner für politische Kontroversen und setzte sich dieser Kreis auch ohnehin überwiegend aus Menschen zusammen die eine ähnliche politische Auffassung hatten, ist die Situation heute ganz anders. Früher wäre ich ja nie auf die Idee gekommen jemanden als Feind
zu bezeichnen. Der junge Mann von gegenüber, der politisch sicher ganz anders dachte, wäre „grüßbar“ gewesen. Ich hätte ihn aber nie als Feind bezeichnet, sicherlich auch nicht als Freund. Er war eben Nachbar. Man wechselte ein paar Worte, kannte die unterschiedlichen Ansichten, aber vertiefte sie nicht. Jetzt habe ich plötzlich Freunde und
Feinde. Freunde, die mir schreiben, daß sie mich mögen, meine Auffassungen teilen, hinter mir stehen und Feinde die mir Hassmails senden. Aber es geht nicht nur von anderen aus. Auch ich kann plötzlich starke Sympathie empfinden und fühle ganz starke innere Bande zu Internetfreunden, einfach deshalb weil sie ähnlich denken. Und ich kann
leidenschaftlich hassen, so hassen, daß ich Pillen nehmen müsste, wäre ich nicht so gesund. Wie sie mich anekeln, wie sie deprimieren können. Ja, es hält sich die Waage, aber ---- ich merke deutlich, daß das Lager derjenigen die mir Ekel verursachen rasant anwächst.
Es sind diese Amerika und Israelhasser, diese friedensbewegten Palästina- und Islamversteher- und Freunde, die Globalisierungsgegner, die Ökoreligiösen und militanten Tierschützer, die Gutmenschen die für eine konformistische, sozialistische Ordnung eintreten, die Beschneider von Freiheit, freiem Handel, die Besteuerer und Dezimierer von
Eigentum, die Staatshörigen und die die an einem nationalen Gleichheitskult arbeiten. Die Zerstörer von Initiative, Motivation, Eigenverantwortung. Alle die Freiheitsfeinde, die die mühsam erkämpften individuellen Freiheiten zurückschneiden, neu ordnen und reglementieren wollen.
Natürlich gab es die früher auch. Aber man kannte sie nicht mit Namen. Sie verschwanden in der großen Masse, gingen unter in den Namen irgendwelcher Organisationen. Heute kenne ich sie beim Namen, kenne ihre Gesichter. Kann die Statements, die Essays oder Artikel selber lesen, das was sie geschrieben haben, nicht was einer über sie schreibt
oder sagt.
Und so gibt es denn eine intensive Community derer die ich „kenne“, aber natürlich nie wirklich gesehen habe, die prominente Namen haben und die ergänzt werden von den zahlreichen Unbekannten die mir mailen und deren Namen ich nur kenne ohne sie mit einem Gesicht zu verbinden. Das sind meine Internetfreunde, Menschen die so ähnlich denken,
für die gleichen Werte stehen. Deren Dasein es verhindert das man sagt es ist „alles sinnlos“, sondern die Ansporn sind weiter zu machen um den eigenen Kindern eine erhaltenswerte Zukunft, in der Ehrlichkeit und Gradlinigkeit noch etwas bedeuten übergeben zu können. Einige, leider wenige hat man aber doch schon mal persönlich getroffen
- inzwischen. Aus der virtuellen Freundschaft wurde eine „anfassbare“ Begegnung.
Und dann gibt es die Anderen. Die Feinde. Die Lügner, die Unaufrichtigen. Die, denen man nie begegnen möchte. Die unsere Freiheit zerstören, unsere Rechte beschneiden wollen. Von denen man hofft, daß sie nie die Oberhand gewinnen in der Zukunft unserer Kinder.
Und so klickt man sie an die virtuellen Freunde, die Großen: auf Achgut.de, Broder, Maxeiner, Miersch, Pipes,
Steyn, de Winter, Posener und viele andere und die kleinen wie Stadler und Waldorf,
Herre und Kewil, wie Eussner, und Extrablog und
An der Seite Israels und viele andere.
Und man bekommt das Kotzen wenn man die Gegenseite sieht, die Lafontaines und Gysies, die Schröders und Koenigs, die unser Land umdrehen und sozialistisch weichspülen, die
Steinbergs, die Arendts, die Anders, Krienens, Deegs (Friedenskämpferin, mir
dreht sich der Magen um...), und Deans und die anderen kleinen Scheisser die in den Blogs ihre linken freiheitsfeindlichen Kommentare aushusten. Es ist zu schade, daß mir meine Eltern eine umgängliche Erziehung mitgegeben haben. Sonst würde ich doch zu gerne mal ....warum gibt
es eigentlich noch keine Möglichkeit jemandem virtuell in die Eier zu treten?
Die Wut und der Stolz hat die Fallaci ihr Buch genannt. Nun ist dieser Titel belegt. Es ist ihr Titel. Wäre er das nicht würde ich ihn nehmen und mit Wut auf die Freiheitsfeinde spucken und voller Stolz auf die verweisen, die es erträglich und sinnvoll machen jeden Tag an den PC zu gehen und Zeit zu opfern.
Zeit für eine freiheitliche,
selbstbestimmte, lebenswerte Zukunft unserer Kinder. Photo © 2005 rebellog/Luigi
Pepperoni |
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