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totgedacht - Warum Intellektuelle unsere Welt zerstören
Nein das ist keine Neuerscheinung, dennoch: Roland Baader gehört ja schon lange zu meinen Lieblingsautoren. Er ist ein Libertärer, der als Nationalökonom und Sozialphilosoph über ein profundes Wissen
verfügt und als ehemaliger Unternehmer in seinem Leben nicht nur im Theoretischen geblieben ist. Baader ist ein Schüler Friedrich A. Hayeks und er ist, wie er betont, absolut unabhängig. Das besonders macht ihn sympathisch und bei dieser Gelegenheit möchten wir auch darauf hinweisen dürfen, daß auch Rebellog absolut unabhängig ist. (Deshalb
nutzen wir nicht einmal eine Bloggersoftware – wir haben einfach keine Neigung etwas klein gedrucktes und damit einengendes zu unterschreiben.
Das vorliegende Buch habe ich gestern zu Ende gelesen und kann es nur jedem der an Freiheit, mehr Markt und Unabhängigkeit interessiert ist dringendst empfehlen. Den oft zu hörenden Vorwurf Baader sei polemisch kann ich nicht teilen. Es ist keine Polemik, wenn er die Faktoren die zum Sozialismus und zur Abhängigkeit führen schonungslos
anlysiert und offen legt. Ein besonders interessanter Aspekt des Buches ist es, wenn Baader uns bewusst macht wie das Denken der Intellektuellen, die enteignenden Machtstrukturen verfestigt und schleichend ein neues Rechtsbewusstsein schafft. Insbesondere in Deutschland hat man Angst vor unternehmerischem Denken und sucht, wider alle
Vernunft, stets nach staatlicher Absicherung. Unsere politische Elite nutzt unsere Abhängigkeiten schamlos aus und schafft ständig neue Empfängergruppen. Die Intellektuellen, die von jeher Risiken scheuten, sind ihre willigen Handlanger. Wie sehr wie in den Händen der Kleptokraten inzwischen gefangen sind mag folgendes Zitat belegen:
„Macht und politische Gewalt fangen mit Geschenken und Versprechungen an. Das gilt jedenfalls für eine Institution, die ihre Geschenke nicht aus selbsterwirtschaftetem Eigentum verteilen kann: den Staat. Jeden einzelnen Euro, den der Staat irgendjemandem zuweist, muß er einem anderen - oder mehreren anderen, darunter oft auch den
Beschenkten selber - vorher oder nachher wegnehmen. (Das „nachher" funktioniert hauptsächlich über die Staatsverschuldung). Das bedeutet bei jeder Art der Geschenke oder Wohltaten eine doppelte Machtentfaltung: bei der räuberischen Nehmerfunktion und bei der bestechenden
oder
Abhängigkeit schaffenden Geberfunktion. In beiden Sphären - auf der Nehmerseite und auf der Geberseite - vergrößert sich die Staatsmacht zudem durch die Tatsache, daß die Zahl der direkt oder indirekt für den Staat tätigen Menschen wächst und in unmittelbare Abhängigkeit vom Machtapparat gerät.
Diese Vorgänge nehmen im Sozialstaat ungeheuerliche Dimensionen an. So hat sich die Summe der sozialen Wohltaten in Deutschland zwischen 1960 und 2000 verneunzehnfacht. Mit 1,2 Billionen Mark wird ein Drittel des gesamten Sozialprodukts Jahr für Jahr für „Soziales" ausgegeben. Wer profitiert davon? Die Bedürftigen jedenfalls stellen die
weitaus geringste Zahl an Profiteuren. Das zeigt sich schon an einem einfachen Rechenexempel: Zu den wirklich Bedürftigen zählen maximal fünf Prozent der Bevölkerung. Würde man die 1,2 Billionen Mark an sie ausschütten, so müßte jeder einzelne Bedürftige im Jahr dreihunderttausend Mark bekommen. Die wahren und hauptsächlichen Profiteure
kommen bei einer anderen Rechnung ans Licht: Auf jeden Bedürftigen in Deutschland kommen nämlich heute zehn Personen, die damit beschäftigt sind, die Sozialtransfers zu verwalten, zu manipulieren, zu verplanen und hin- und herzuschieben.
Dieses gewaltige Millionenheer umfaßt nicht nur die Beamten und Angestellten des Öffentlichen Dienstes, sondern auch das Personal der nur indirekt mit dem Staatsapparat verknüpften Verbände und Organisationen. So führen z.B. allein die fünf großen Wohlfahrtsverbände - Arbeiterwohlfahrt, Deutscher Caritasver-band, Deutsches Rotes Kreuz,
Diakonisches Werk der Evangeligelischen Kirche in Deutschland, und (…) – weit über eine Million Personen auf ihren Lohn- und Gehaltslisten.“
Ein Buch das auf keinem Gabentisch eines Freiheitsfreundes fehlen darf.
Gebundene Ausgabe - 280 Seiten - Resch, Gräfelfing
Erscheinungsdatum: August 2002 |
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