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Eine „Skandal“ der keiner ist Unser Bayernhäuptling hat gesprochen. Hugh! Nicht, daß ich glaube, daß Häuptling Weißkopf auch nur irgendwelche neuen Ideen unter seiner Haube
hat, nö, und daß er zur Stammesführung geeignet wäre glaube ich auch nicht. Auch hängt er seinen Lendenschurz zu oft in den Wind und dreht sich dann wie der Rauch über seinem Tipi. Und wenn es auch abgedroschen klingt, aber der Häuptling sollte der Charakterfesteste sein.
Aber, daß die Ostdeutschen Frustrierte sind, damit hat er, ausnahmsweise, natürlich recht. Wenn man also politisches Klima beurteilt,
sollte man nicht von irgendwelchen Mainstreammedien abschreiben, sondern auf eigene Beobachtungen zurückgreifen. Die sind dann zwar auch nur ein Ausschnitt, dennoch geben sie Grundstimmung gut wieder, Da ist es dann auch ganz egal ob das gern gehört wird, ob es politische gerade korrekt ist oder nicht. Es kommt jedenfalls der Wahrheit näher. Nun
ist man ja stets darauf bedacht, daß man niemandes „Feelings hurt“, die Leute sind ja alle so empfindlich geworden. Und da die Ostdeutschen schon mit der sozialistischen Muttermilch ihren Minderwertigkeitskomplex eingesogen haben, reagieren sie auch sofort wie eine beleidigte Leberwurst. Gutmenschen des Westens und Opportunisten springen ihnen auch
sofort zur Seite.
Dabei ist das Ostdeutschen Komplexverhalten auch in anderen Teilen der Welt zu finden. Die Kanadier z.B. haben tief wurzelnde Komplexe ihrem großen südlichen Nachbarn gegenüber. Herrje, ich erleben es fast täglich: „Naja, die USA, aber Kanada ist doch das bessere Land.“ Das kommt als Dauerstereotyp, auch wenn man es gar nicht hören will. Man
befindet sich dauernd in einem Hase-und-Igel Wettlauf. Völlig irre. Aber auch in den USA selbst gibt es Wessis und Ossis. Bestenfalls belächelt man einander, schlimmstenfalls hält man sich gegenseitig für blöde.
Die Ossis sollen also mal die Luft anhalten und auf den Teppich kommen. Das in den neuen Bundesländern hoch motivierte Macher wohnen, unternehmende, intelligente Geister und aktive, fleißige Neu-Bundesbürger ist ja gar keine Frage. Dennoch, die Nörgler, Zweifler, Neider, und Ewig-gestrigen sind
ein permanenter Bodensatz. Und weil anfällig für verführende Glücksversprecher, eine Gefahr für die Zukunft Gesamtdeutschlands. Natürlich gibt es auch im Westen Sozialschmarotzer, Faule und Rückwärtsgewandte. Aber ihr Einfluss auf den Ausgang der Wahl ist nicht so entscheidend. Nicht mehr und nicht weniger hat Stoiber vermutlich sagen wollen. Und
damit hat er recht. Und Herr Schönbohm ein anderer Möchtegernhäuptling ausnahmsweise auch. Denn, aus eigenem Erleben, die Zwangsproletarisierung der DDR, wirkt nach. Wer das bestreitet braucht ja nur mal nach Marzahn oder Bitterfeld zu fahren. Das sozialistische Feindbild wirkt fort. Die relaxteren westdeutschen Proletarier sind proletarisch, aber
nicht ideologisch indoktriniert. Also kein Skandal - nur das übliche Sommertheater gelangweilter Journalisten, die etwas haben
womit sie ihre weißen Seiten füllen können. |
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