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rebbelog hat Freunde in Deutschland, Rußland, Polen, Dänemark, USA und Kanada. Diese hier sind unsere besten Freunde in Polen, Christina Jacek Marek and Aleksander.
Unsere Freundschaft gibt es schon seit 1984 und wenn man sich auch nicht oft sieht: Sie hat Bestand. rebellogs Interesse an Polen (wie an Israel, Rußland oder den USA) war immer besonders groß, schon deshalb, weil wir zwar als Nachkriegsgeborene nicht für die Gräuel der Vorgenerationen verantwortlich sind - uns ihrer aber bewußt sein
sollten. Das Leiden der Polen in der Nazizeit und anschließend unter der kommunistischen Diktatur ist unvergessen. Nach 45 haben sich die (Ost-)Deutschen wieder nicht besonders positiv gegenüber ihrem sozialistischen Brudervolk verhalten. Und in Westdeutschland war vor der Vereinigung der Blick auf Polen auch ein egoistischer: Wieviel Nutzen kann
mir persönlich ein Pole bringen? Als Gärtner oder als Renovierhilfe. Heute verhalten wir uns gegenüber den Ukrainern nicht anders. Na klar, sind auch ein paar Nutten gekommen. Das ist auch gut so, denn es steht dem Staat nicht zu Berufsausübung moralisch zu bewerten. Und die Kleine hat mit ihrem Einkommen für (bescheidenen) Wohlstand zu hause
gesorgt. Aber der überwiegende Teil deren die damals aus Polen und heute aus der Ukraine kommen sind arbeitswillige, oft gut ausgebildete Menschen, die sich - hört, hört, meist problemslos in unsere Gesellschaft integrieren. Jawohl. Mein Freud Jacek ist ein Paradebeispiel für ein polnisches Schicksal der jüngeren Generation. Als Ingenieur zu
kommunistischen Zeiten schlecht bezahlt, ergriff er die Initiative (nee, nicht warten aufs Arbeitsamt...) und ging als Tourist nach Berlin. Er war sich nicht zu schade auch einfachste Arbeiten anzunehmen. Mit dem verdienten Geld machte er sich mehrfach selbständig. Heute ist er wieder Ingenieur in einer Consultingfirma. Christina seine Frau ist
Lehrerin ud der älteste Sohn studiert und wird demnächst fertig und schreibt an seiner Doktorarbeit. Offensichtlich sind sie mit ihrem Lebensstandard zufrieden und der ist ihnen nicht in den Schoß gefallen.
Unabhängig davon,
daß das meine Freunde sind haben ich große Hochachtung vor den Aktiven dieser Generation. Da war nichts mit Versorgungsdenken, denn die Umverteilung der Kommunisten war ja gewaltig in die Hose gegangen. (Hallo Herr Müntefering, hallo Herr Lafontaine - diese Sozialistenpfeifen sind nicht lernfähig und außerdem blind und professionelle Lügner). Nun
rappelt sich Polen hoch. Die Ausgaben Polens für den Umweltschutz beispielsweise sind heute höher als in Deutschland. Wir sollten langsam zur Kenntnis nehmen, daß unsere Nachbarn auch nicht doof sind und, wenn wir unsere Erwartungshaltung nicht gewaltig ändern, sich vermutlich auf der Überholspur befinden.
Wir grüßen unsere polnischen Freunde! |
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