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Erst die Polen, jetzt die Ukrainer - toll wie sie sich integrieren! Lebenserfahrung bekommt man nicht vom Fernsehen oder Zeitungslesen. Und vom rumstehen an kalten Buffets; auch nicht Herr Fischer. Es sollte ein Gesetz geben, daß Politiker mal als Putzhilfe, Bauarbeiter, Prostituierte arbeiten sollten. Nee, nicht in der Studentenzeit, da malocht jeder mehr
oder weniger mal nebenbei. Sagen wir halbjährlich, nachdem man in ein politisches Amt gewählt wurde. Nur, um die Bodenhaftung nicht zu verlieren. Aber, seufz, ich bin ja gegen mehr Gesetze. Als ich meine zweite Frau, eine Polin, nach der Scheidung noch einmal
besuchte, etwa 2 Jahre später, nachdem sie nach Deutschland gekommen war, sagte sie: "Schrecklich, diese ganzen Polen jetzt in Berlin, was wollen die alle hier...?" Sie, die inzwischen mit einem neuen (deutschen) Mann verheirat war hatte völlig verdrängt. daß sie selbst erst gerade (durch Heirat) nach Deutschland gekommen war. Sie sprach flüssig
deutsch und hatte sich nahtlos in die deutsche Gesellschaft integriert. Damit stand sie in der Tradition der ersten polnisch/russischen Einwanderungswelle die Berlin in den zwanziger Jahren erlebt und überstanden hatte. Namen wie Rateitschak oder Klawatzo erinnern heute noch daran. Es gab keine "Parallelgesellschaften" sondern damals wie heute integrationswillige Einwanderer. Manche kamen offiziell, manche durch Heirat, manche illegal. Aber alle
haben sich nahtlos integriert. Die nach Deutschland in den letzten Jahren gekommenen Spätaussiedler, unverständlicherweise politisch gewollt, haben sich nicht vollständig integriert. (siehe
Sternartikel). Klar doch, wer mit viel Trara kommt, staatliche Hilfen erhält, erlebt keinen wirklichen Druck sich in sein Wunschland zu integrieren. Anders die Polen: Diejenigen, die nachdem sie ihre Salami an der Philharmonie verkauft hatten in Berlin geblieben sind haben sich ausnahmslos perfekt integriert. Auch die Nutten, die sind z.T.
heute ehrbare Hausfrauen und haben zwei Kinder. Ich weiß wovon ich rede, glauben sie mir. Nun haben wir also das "VISA-Problem". Eigentlich hat das Herr Fischer, weil er seine Wirbelsäule krümmt und nicht wirklich sagt was Sache ist. Anstatt das wir froh sind das es wieder einmal einige zehntausend (hundertausende erscheint mir eher unglaubwürdig, aber wer kennt in unserer
Bananenrepublik schon genaue Zahlen...) Osteuropäer, diesmal Ukrainer, geschafft haben unser Laub zu harken, unsere Dachböden auszubauen oder unsere überspannten Liebesdienerinnen zu entlasten, eiern wir rum. Ganz klar: Es was Besseres kann uns gar nicht passieren. Es werden nämlich wieder die Arbeiten erledigt, die bei uns keiner, oder wenn, nur
zu Wahnsinnspreisen erledigen will. Ich spreche aus eigener Erfahrung: Den Hausausbau für fast Hunderttausend hätte ich nie mit einer örtlichen Firma gemacht. Erstens war es mir zu teuer, zweitens zu aufwendig und drittens hatte ich nicht die Absicht dem Chef einen neuen Mercedes zu bezahlen. Also hätte ich nicht ausgebaut. Mit
anderen Worten: Das ich 7 polnische Handwerker bezahlt habe, war direkte Entwicklungshilfe. Sie kam dort an, wo sie hinsollte und versickerte nicht in Amtsstuben. Und den deutschen Markt habe ich auch belebt, indem ich nämlich für etliche tausend Mark Baumaterialen gekauft habe. Und wenn ich in den Puff ging hatte ich nie das Gefühl eine
geschlagene Zwangsprostituierte als Zeitgefährtin angeheuert zu haben. Im Gegenteil, ihre Story von den zwei Kindern daheim, die von ihren Einnahmen ein etwas besseres Leben hatten klang glaubwürdig. Also machte es mir mehr Freude mit ihr, als mit der überdrehten Deutschen nebenan, die ihre Kohle freiwillig in die Turbospoiler des Autos ihres
Freundes investierte. (Übrigens habe ich in zwei Fällen die Angaben in Polen überprüft woraus sich später echte Freundschaften entwickelten.) Lassen wir doch bitte das scheinheilige Gesülze. An der Sache stört neben der Bigotterie der Schreihälse
eher wie unprofessionell Herr Fischer mal wieder agiert hat. Er hat nämlich nicht unter dem Eindruck der oben erwähnten Argumente gehandelt. Er hat ideologisch grün agiert. Und nicht gehandelt zum Wohle der Menschen
Eine schöne Betrachtung auch von Naomi Braun-Ferenczi auf ei-frei zur “Visa-Affäre" . (pdf-Datei). Sollte der Link nicht mehr klappen hier im Quotationarchiv:

Alle Links zu diesem Artikel extern: siehe Sternartikel
Naomi Braun-Ferenczi auf ei-frei zur “Visa-Affäre" und intern falls Links nicht mehr funktionieren: Anschluß Sternartikel
hier |
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